Inhaltsverzeichnis: Einkommensteuer

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F. Checkliste - Wie wird das zu versteuernde Einkommen ermittelt und wo steht was im Formular?
A. Wie verläuft der Einkommensteuertarif und welche Auswirkungen hat dies für die Höhe der zu zahlenden Steuer?
B. Wie wird die Höhe der Einkommensteuer ermittelt?
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Wie viel Steuer auf das zu versteuernde Einkommen gezahlt werden muss, ergibt sich aus dem Einkommensteuertarif (§ 32a EStG). Dieser ist in einzelne Zonen, beginnend mit dem Grundfreibetrag, unterteilt.

Wie hoch ist der Eingangssteuersatz?

Für über dem Grundfreibetrag von 8.354 Euro / 16.708 Euro (Einzel-/Zusammenveranlagung) liegende zu versteuernde Einkommen steigen die Steuersätze in zwei linearprogressiven Zonen von 14 % (Eingangssteuersatz) auf den Spitzensteuersatz von 42 % bei einem zu versteuernden Einkommen von52.882 Euro / 105.764 Euro (Einzel-/Zusammenveranlagung) an. Ab einem besonders hohen zu versteuerndes Einkommen von 250.731 Euro / 501.462 Euro (Einzel-/ Zusammenveranlagung) steigt der Steuersatz um weitere 3 Prozentpunkte.

EINKOMMENSTEUER BERECHNEN

Die auf das jeweilige zu versteuernde Einkommen entfallende Einkommensteuer kann über das Internet (www.bundesfinanzministerium.de, Stichwort »Lohn- und Einkommensteuerrechner«) ermittelt werden.

Lässt sich die Progression mildern?

Sind im Einkommen außerordentliche Einkünfte enthalten, wird die darauf entfallende Einkommensteuer auf Antrag nach einer besonderen Fünftelregelung ermittelt (§ 34 EStG). Die für die außerordentlichen Einkünfte anzusetzende Einkommensteuer beträgt dabei das Fünffache des Unterschiedsbetrags zwischen der Einkommensteuer für das um diese Einkünfte verminderte zu versteuernde Einkommen (verbleibende zu versteuernde Einkommen) und der Einkommensteuer für das verbleibende zu versteuernde Einkommen zuzüglich eines Fünftels dieser Einkünfte. Hierdurch ergibt sich ein Steuervorteil durch Milderung der Progression.

Zu den außerordentlichen Einkünften gehören:

  • Gewinne aus der Veräußerung oder Aufgabe von Betrieben oder Mitunternehmeranteilen und von Vermögen, das der selbstständigen Arbeit dient (§ 14, §§ 16, 18 Abs. 3 EStG),
  • Entschädigungszahlungen im Sinne des § 24 Nr. 1 EStG, wie z.B. Abfindungen,
  • Vergütungen für mehrjährige Tätigkeiten.

Bei Betriebsveräußerungs- und Betriebsaufgabevorgängen kann alternativ dazu einmal im Leben ein ermäßigter Steuersatz in Höhe von 56 % des durchschnittlichen Steuersatzes auf den darauf entfallenden Gewinn beantragt werden, wenn

  • die oder der Steuerpflichtige das 55. Lebensjahr vollendet hat oder
  • im sozialversicherungsrechtlichen Sinne dauernd berufsunfähig ist und
  • der Gewinn 5 Mio. Euro nicht übersteigt.

In diesen Fällen ist jedoch mindestens der Eingangssteuersatz (mindestens also 14 %) anzusetzen. Für nicht entnommene Gewinne aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb oder selbständiger Arbeit kann ein begünstigter Steuersatz in Höhe von 28,25 % beantragt werden (§ 34a EStG).

Bei späterer Entnahme dieser Gewinne erfolgt eine Nachversteuerung mit einem Steuersatz in Höhe von 25 %. Bei bestimmten außerordentlichen Einkünften aus der Forstwirtschaft können weitere ermäßigte Steuersätze angewendet werden (§ 34b EStG). Ausländische Steuern, die der deutschen Einkommensteuer entsprechen und auf im Inland erfasste Einkünfte entfallen, können auf die deutsche Einkommensteuer angerechnet oder auf Antrag bei der Ermittlung der Einkünfte abgezogen werden (§ 34c Abs. 1 und 2 EStG).

Siehe Bundesministerium der Finanzen

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