Inhaltsverzeichnis: Einkommensteuer

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B. Welche Einkommensarten müssen versteuert werden?
C. Wer muss und wer sollte eine Einkommensteuererklärung abgeben?
D. Checkliste - Die Höhe des zu versteuernden Einkommens
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Wer muss eine Einkommensteuererklärung abgeben und welche Fristen gelten?

Steuerpflichtige, die überwiegend keine Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit, sondern aus den übrigen sechs Einkunftsarten erzielen, sind verpflichtet, jährlich eine Einkommensteuererklärung bei ihrem Finanzamt abzugeben. Von dieser Pflicht sind diejenigen ausgenommen, deren Einkommen unterhalb des Grundfreibetrages liegt. Die Einkommensteuererklärung muss bis zum 31. Mai des Folgejahres abgegeben werden. Wird die oder der Steuerpflichtige steuerlich beraten oder ist sie oder er verhindert, so kann die Abgabefrist auf Antrag verlängert werden. Für Veranlagungen auf Antrag in Fällen von Verlustabzügen und Rücktrag des Baukindergeldes sowie für Land- und Forstwirte gelten unter Umständen besondere Fristen. Bei verspäteter Abgabe oder bei der Nichtabgabe einer Einkommensteuererklärung kann das Finanzamt einen Verspätungszuschlag von bis zu 10 % der Einkommensteuer (höchstens 25.000 Euro) festsetzen. Außerdem kann die Abgabe einer Einkommensteuererklärung durch die Androhung und ggf. Festsetzung eines Zwangsgeldes erzwungen werden.

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Muss jeder Arbeitnehmer eine Einkommensteuererklärung abgeben?

Mit dem Steuerabzug beim Lohn gilt die Einkommensteuer für diese Einkünfte als abgegolten, es sei denn, dass der Arbeitnehmer nach Ablauf des Kalenderjahres eine Einkommensteuerveranlagung beantragt oder unter bestimmten Voraussetzungen verpflichtet ist, eine Einkommensteuererklärung abzugeben.

Wann ist ein Arbeitnehmer verpflichtet, eine Einkommensteuererklärung abzugeben?

Für Arbeitnehmer besteht eine Verpflichtung zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung nur in bestimmten Fällen, insbesondere wenn

  • das Finanzamt einen Freibetrag als Lohnsteuerabzugsmerkmal gebildet hat und die Arbeitslohngrenzen von 10.500 Euro bei Einzelveranlagung oder von 19.700 Euro bei Zusammenveranlagung überschritten werden,
  • die positive Summe der Einkünfte, von denen keine Lohnsteuer einbehalten worden ist, z. B. Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung oder Renten, insgesamt mehr als 410 Euro betragen,
  • ein Arbeitnehmer von mehreren Arbeitgebern gleichzeitig Arbeitslohn bezogen hat,
  • die positive Summe der Einkünfte und Leistungen, die dem Progressionsvorbehalt unterlegen haben (steuerfreie Lohnersatzleistungen, wie z. B. Arbeitslosengeld I, Kurzarbeitergeld, Elterngeld, Krankengeld oder die steuerfreien Aufstockungsbeträge bei Altersteilzeit, insgesamt mehr als 410 Euro betragen,
  • beide Ehegatten/Lebenspartner Arbeitslohn bezogen haben und einer von ihnen nach der Steuerklasse V oder VI besteuert,
  • die Ehegatten/Lebenspartner die Steuerklasse IV mit Faktor (nach § 39f EStG) gewählt haben oder
  • der Arbeitgeber die Lohnsteuer von einem sonstigen Bezug berechnet hat und dabei der Arbeitslohn aus früheren,
  • Dienstverhältnissen des Kalenderjahres außer Betracht geblieben ist.

Wann sollte ein Arbeitnehmer eine Einkommensteuererklärung abgeben?

Die Abgabe einer freiwilligen Steuererklärung im Wege der so genannten Antragsveranlagung kann für viele Steuerpflichtige sinnvoll sein, weil nur so bestimmte Steuervorteile geltend gemacht werden können. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn

  • der Arbeitnehmer während des Kalenderjahres nicht ununterbrochen in einem Dienstverhältnis gestanden hat,
  • die Höhe des Arbeitslohns im Laufe des Kalenderjahres variierte und der Arbeitgeber keinen Lohnsteuerjahresausgleich für den Beschäftigten gemacht hat,
  • sich die Steuerklasse im Laufe des Jahres zugunsten des Arbeitnehmers geändert hat
  • Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen entstanden sind, für die kein Freibetrag als Lohnsteuerabzugsmerkmal ermittelt wurde,
  • der Steuerpflichtige eine Steuerermäßigung (z. B. für haushaltsnahe Beschäftigungs- oder Dienstleistungsverhältnisse) geltend machen möchte.

Welche Fristen gelten bei der Lohnsteuer?

Der Antrag auf Veranlagung nach § 46 Abs. 2 Nr. 8 EStG (zum Ausgleich zu viel einbehaltener Lohnsteuer) wird durch die Abgabe der Einkommensteuererklärung gestellt. Hierbei ist die nicht verlängerbare vierjährige Festsetzungsfrist zu beachten (Einkommensteuerveranlagung 2011: 31. Dezember 2015, Einkommensteuerveranlagung 2012: 31. Dezember 2016).

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Siehe Bundesministerium der Finanzen

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